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Li-Fi: Wenn die LED-Lampe einen Spielfilm überträgt
vom 07.02.2018

Li-Fi: Wenn die LED-Lampe einen Spielfilm überträgt

Große Datenmengen per Licht zu übertragen – das klingt nach Science-Fiction, ist technisch aber bereits möglich und findet in der Industrie schon Anwendung. Forscher am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IMPS) in Dresden haben die Li-Fi genannte Technik zum Gegenstand ihrer Arbeit gemacht und erste Projekte erfolgreich realisiert.

Was ist Li-Fi?

Die Abkürzung Li-Fi für „Light Fidelity“ erinnert an den englischen Ausdruck Wi-Fi, der in einigen Ländern wie den USA als Synonym zu „WLAN“ verwendet wird und somit die kabellose Datenübertragung per Funk bezeichnet. Grundlage der Li-Fi-Technik, also der Datenübertragung mit Licht, ist die Übersetzung der Lichtsignale „An“ und „Aus“ in Zahlencodes. LEDs können so beispielsweise Daten an einen PC übermitteln.
Li-Fi punktet vor allem bei der Geschwindigkeit: Die Übertragung eines kompletten Spielfilms dauert nur wenige Sekunden. Hinzu kommt, dass die Datenübertragung mit Licht abhörsicher ist. Außerdem kommt es nicht zu Störungen wie es etwa in Mehrfamilienhäusern der Fall sein kann, wenn viele WLAN-Heimnetzwerke dieselbe Funkfrequenz nutzen.

Datenübertragung mit Licht in der Industrie

Die Kosten für die Installation der Li-Fi-Technik sind allerdings noch sehr hoch. Deshalb ist Li-Fi für den Einsatz in privaten Haushalten bisher nicht von Relevanz – wohl aber in der Industrie. Die Forscher des Fraunhofer-Instituts haben beispielsweise eine vollautomatische Lagerhalle mit Li-Fi ausgestattet. Da hier Roboter autonom von einem Raum zum anderen fahren, braucht es ein leistungsstarkes Datenübertragungssystem. Ein Funknetz hätte die Datenflut schlichtweg nicht bewältigen können, das Li-Fi-System schafft es ohne Probleme.