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Museumsbeleuchtung: Warum es in Ausstellungen oft so dunkel ist
vom 13.10.2017

Museumsbeleuchtung: Warum es in Ausstellungen oft so dunkel ist


Kunstwerke überbringen eine Botschaft. Damit diese auch beim Betrachter ankommt, muss das Licht stimmen. Museumsbeleuchtung dient dazu, Formen, Farbkontraste und Texturen erkennbar zu machen. Ohne geeignete Beleuchtung können Kunstwerke ihre Funktion nicht erfüllen, sie wären so etwas stumme Objekte.

Beleuchtung im Museum: Damit Kunstwerke lange halten

Da viele Gemälde bereits Hunderte Jahre auf dem Buckel haben, droht ihnen der Verfall. Die Farbe bröckelt ab, Schichten lösen sich auf, die Leinwand wellt sich – um solche Alterungsprozesse aufzuhalten, spielt das Licht eine wichtige Rolle. Gerade bei Kunstwerken mit hohem Wert muss die Ausstellungsbeleuchtung perfekt abgestimmt sein. Wer schon einmal den Louvre in Paris besucht und sich die Mona Lisa angesehen hat, weiß, wovon die Rede ist.

Wertvolle Kunst verbirgt sich hinter dickem Glas und meist im Düsteren. Aus keinem Winkel will sich so recht eine klare Sicht auf die Kunstwerke eröffnen. Hier wird ein Kompromiss geschaffen zwischen zwei Werten: dem ideellen Wert, den das Kunstwerk nach wie vor für die gegenwärtigen Betrachter hat, und seinem materiellen Wert, der durch falsches Licht bedroht würde.

Zu helle Beleuchtung in der Ausstellung wie etwa ultraviolette und sichtbare infrarote Strahlung schadet Gemälden. Außerdem würde sie die Kunstwerke in einem falschen Licht erscheinen lassen. Viele alte Gemälde stammen aber aus Epochen, in denen es noch gar kein künstliches Licht gab. Berühmte Maler wie Monet, Van Gogh, Raffael und Michelangelo arbeiteten unter natürlichen Lichtbedingungen. Um ihre Botschaft so gut wie möglich herüberzubringen, eignet sich eine Museumsbeleuchtung am besten, die dem Tageslicht möglichst weit ähnelt – ohne den Bildern zu schaden.